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Artikel Tagged ‘Ursula von der Leyen’

Umfragen sind schon etwas tolles

Ja wirklich, Umfragen sagen wirklich viel aus. Zwar für jeden etwas anderes, aber immerhin etwas. Nicht umsonst sagt man ja ” Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast”. Und genauso ist es wohl auch mit Umfragen.

Nachdem die Petition gegen Indizierung und Sperrung von Internetseiten recht erfolgreich war und der Zähler jetzt schon bei über 90000 steht , haben sich mittlerweile schon genug Leute gegen diese Petition ausgesprochen. Wir sind ja schließlich alle Pädokriminell, denn nur Personen mit Interesse an Kinderpornographie würden sich wohl gegen eine Sperrung aussprechen. Na Toll!

Den Vogel abgeschossen hat nun die Deutsche Kinderhilfe, die eine Umfrage bei Infratest Dimap in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis war dann natürlich nicht überraschend. 92 Prozent der Deutschen sind für eine Sperrung von Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt. O’Rly? Als erstes muss man sich wohl fragen, was man den Leuten am Telefon überhaupt erzählt hat….

Mogis (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren) hat aus diesem Grund eine eigene Umfrage (mit eigenen Fragen) bei Infratest in Auftrag gegeben, und plötzlich scheint sich das Ergebnis zu wenden: 90 Prozent der Deutschen sind nun gegen eine Sperrung von Internetseiten. Huch? Was läuft da schief? Die Antwort ist einfach, denn die Fragen wurden eben genauer gestellt und es gab kein einfaches Ja/Nein.

Zeit Online hatte aus diesem Grund ein interessantes Interview mit Herrn Richard Hilmer, dem Geschäftsführer von Infratest dimap. Zu finden hier: http://www.zeit.de/online/2009/22/netzsperren-infratest-interview

Leider scheint diese Diskussionen vielen (also der Masse) gar nicht zu interessieren. Da müsste wohl erst eine BLÖD-Zeitung darüber berichten, eventuell findet die Problematik ja dann Anklang. Ansonsten hilft da wohl nur Aufklärung im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis, sonst steht man am Ende noch als Pädo da :( Immerhin berichten immer mehr Medien darüber und in ein paar Tagen ist die Ausschusssitzung  zum Thema Sperrung angesetzt. Eventuell sollte man Zensursula einfach mal in eine Mülltonne stopfen und ihr doch mal eintrichtern, wieso eine Filterung die Verbreitung von Kinderpornographie kein bisschen einschränken wird. Schließlich will Sie die Verursacher ungestraft weitermachen lassen (aka wegschauen) und “nur” die Aufrufer (ob gewollt oder ungewollt, siehe TinyURL) bestrafen, in Form von schönen (unbegründeten) Hausdurchsuchungen. (und die muss man als Internetnutzer ja schon seit Jahren fürchten)

Da bleiben wohl nur Stolperfallen, Falltüren, Kampfhunde und die Piraten =)

YouTube Preview Image

Zu diesem Thema empfehle ich noch ein interessantes Video von ZAPP: http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zappinteraktivinternetsperren100.html

KategorienInternet, Piratenpartei

Petition gegen Zensurpläne 2

Und bitte nicht durch die viel zu lahme Seite aufhalten lassen, das “gehört” so =)

Siehe Perl-Blog

Ansonsten gibt es aktuelle Statistiken zur Petition hier und hier.

KategorienAllgemein, Internet

Petition gegen Zensurpläne

Jeder, der gegen die Zensurpläne unserer Zensursula ist, sollte die Online-Petition an den Deutschen Bundestag unterschreiben.

ZUR PETITION

Und gegen den Rest hilft wohl nur die Piratenpartei *duck*

Mit Internetfilter gegen Kinderpornographie

18. April 2009 Matthias Pannek 2 Kommentare

Tja, nachdem es in den letzten Wochen ein wenig Still wurde steht es nun fest. Gleich fünf Provider haben den Vertrag unterschrieben und stimmen damit der Zensur zu. Zu den Provider gehören die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, Telefonica/O2 und Kabel Deutschland, aber auch viele andere Provider waren bis jetzt nicht abgeneigt und werden wohl in Zukunft ebenfalls das Internet zensieren, nur wenige Anbieter wollen darauf verzichten.

Doch was soll diese Zensur eigentlich bringen? Und wie wird sie umgesetzt?

Ursula von der Leyen scheint zu den typischen Politikern zu gehören, die von Technik keine Ahnung haben. Das “böse” Internet muss natürlich zensiert werden, damit kein Pädophiler mehr Zugriff auf Kinderpornos hat. Wahrscheinlich glaubt Ursula auch, man könne mit Google einfach nach “Kinderpornos” suchen und wäre schon am Ziel. Die Welt könnte ja so einfach sein.

Die Wahrheit sieht leider ganz anders aus. Der Filter wird technisch wohl rein auf DNS-Basis umgesetzt, d.h. die entsprechenden DNS-Einträge werden geändert und zeigen dann auf eine entsprechende Informationsseite. “Dummerweise” wird man aber nicht dazu gezwungen, den DNS seines Providers zu nutzen. Es gibt genug Alternativen, z.B. OpenDNS. Alternative würde es natürlich auch ein Eintrag in der Hostsfile tun, oder man gibt einfach die IP-Adresse der Seite ein (falls kein Virtual Host genutzt wird). Das alles ist keine Kunst und hat natürlich nichts mit einer Umgehung des Filters zu tun, oft genug taugen die Server der Provider nämlich jetzt schon nicht (siehe Kabel Deutschland und die DNS-Zwangsumleitung bei Fehleingaben).

Ein “echter” Filter wäre natürlich sicherer gewesen, also ein Filter der tatsächlichen Verbindung zum Server. Nur wäre da zum einen der Aufwand um einiges höher, und auch ein solcher Filter lässt sich problemlos überwinden. Und auch das ist Kinderleicht. VPN, Proxy oder Tor können auch Kinder problemlos einrichten. Über die Filterlisten selbst, auf denen sich (wie im Ausland) zu 99% “unschuldige” Bilderforen/Linklisten befinden, möchte ich gar nicht erst reden.

Würde Ursula diese Problematik verstehen, wäre sie wahrscheinlich nie auf diese Idee gekommen. Wie wäre es denn mit einem Filter bei der Post bzw. DHL? Schließlich werden damit ebenfalls Bilder und Videos versendet.

Der Internetfilter lässt sich am besten mit einem abgedecktem Bild vergleichen. Das Bild ist immer noch da, nur hängt ein Tuch davor. Das eigentliche Problem wird damit nicht behoben, auch wird sich kein Pädophiler von einem solchen Spielkram abhalten lassen.

Achja, wer mal lachen möchte, dem empfehle ich das Plenarprotokoll vom 26. März 2009 ab Seite 68 :)

Weitere Informationen zum Thema Zensur gibt es auf http://zensurprovider.de/

Und bitte keine Abmahnung wegen Beihilfe =) Nur weil man gegen einen solchen Müll ist, muss man noch lange nicht Befürworter von Kinderpornografie sein…


KategorienAllgemein, Computer