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pictoGEO als Datenlogger und GPS-Mouse

5. November 2008 Matthias Pannek 1 Kommentar

Schon seit ein paar Wochen “spiele” ich mit meinem neuen Datenlogger pictoGEO herum und bin immer noch recht zufrieden damit. Meinen RoyalTek RGM 3000 Logger verwende ich trotzdem weiterhin, für beide habe ich unterschiedliche Verwendungszwecke. Den pictoGEO verwende ich eher zum Geotaggen meiner Bilder, durch den Akku immer betriebsbereit und in Verbindung mit pictoMIO fällt die Verwaltung der Bilder auch nicht schwer, der Upload zu Flickr klappt mit pictoMIO ebenfalls hervorragend. Der RoyalTek ist eher für längere Touren und zum Geotracken/Geologgen ideal, da er im Gegensatz zum pictoGEO auch im Sekundentakt loggen kann. Außerdem ist man durch den Einsatz von Standardbatterien unabhängiger. Vom Empfang her sind beide Geräte quasi gleich, bei beiden vermisse ich nach wie vor eine Möglichkeit eigene Waypunkte einzufügen.

Maemo Mapper Auߟerdem kann man den pictoGEO auch prima als GPS-Mouse verwenden, denn von der Hardware her handelt es sich um einen MainNav 910D Logger mit abgewandelter Firmware. Laut Forum wird die zukünftige Generation der Logger wahrscheinlich ein einstellbares Intervall haben. Leider wird dann wohl auch auf Bluetooth komplett verzichtet, zugunsten der Akkulaufzeit.

Maemo Mapper Die Verwendung als GPS-Mouse habe ich heute an meinem Nokia N800 getestet und alles lief reibungslos. Das Gerät gibt sich per Bluetooth als “Mainnav-GPS” zu erkennen und das Passwort ist “0000″. Danach steht es vielen Programmen zur Verfügung, zum testen habe ich Maemo Mapper verwendet. Das Nachfolgemodell Nokia N810 hat zwar einen integrierten GPS-Empfänger, die Trennung an sich finde ich jetzt aber gar nicht sooo als Nachteil. Zum einen kann mein N800 auch ohne direkten Sichtkontakt loggen, z.B. weil er gerade in meinem Koffer ist und nichts sieht. Zum anderen geht die Empfängerhardware nicht zu lasten der Akkulaufzeit. Natürlich ist und bleibt das Gerät auch weiterhin ein Logger.

Offiziell ist Bluetooth aber kein offiziell unterstütztes Feature, auch die Verwendung als GPS-Mouse nicht.

KategorienComputer, GPS

pictoGEO & pictoMIO

pictoGEO  VerpackungSeit dem Kauf meines Dataloggers von RoyalTek habe ich mich mit dem Thema relativ stark beschäftigt.
Durch Zufall hörte ich vom pictoGEO Beta und hab mich auch gleich erfolgreich beworben =)

Hier nun meine ersten Erfahrungen mit diesem Gerät und der dazugehörigen Software.

pictoGEO vs Royaltek RGM 3800Im Vergleich mit meinem Logger von RoyalTek wirkt das gleich auf den ersten Blick kleiner und verspielter. Das Gehäuse ist zwar ein wenig breiter, dafür aber kürzer, niedriger und leichter. Wie der RoyalTek hat auch der pictoGEO nur eine Taste, dafür aber 3 getrennte LED für die Statusanzeige. Diese sind angenehm hell und auch bei Tageslicht gut zu erkennen. Bei Dunkelheit kann die blaue LED sogar als schwache Taschenlampe dienen =) (weil sie so hell ist…) Der GPS Chipsatz ist ebenfalls ein SiRFstar III, die Empfangsqualität sollte daher ähnlich gut sein. Größer Unterschied ist die Stromversorgung mit einem Lithium Ionen Akku (700mAh), der RoyalTek verwendet normale Microbatterien. Beides hat seine Vorteile, die Akkulaufzeit muß ich noch testen. Die offizielle Ladezeit beträgt rund 10 Stunden, je nach Akkulaufzeit wäre also ein Zweitakku eine gute Anschaffung.

pictoGEO ZubehörZum aufladen wird ein Ladegerät für den Zigarettenanzünder, ein USB-Kabel sowie ein Ladegerät (zum Anschluss des USB-Kabels) mitgeliefert. Zusätzlich befindet sich noch ein Lanyard zum umhängen des Loggers sowie eine Installations-CD im Lieferumfang.

pictoGEO VorderseiteVon der Verarbeitung sind beide Geräte recht ähnlich. Das Gehäuse ist jeweils aus Kunststoff und ist relativ sauber verarbeitet, könnte imho aber einen Tick “Robuster” sein. Dies würde sich zwar negativ auf das Gewicht auswirken, aber so ein Gerät könnte auch mal auf den Boden fallen. Am meisten sorgen habe ich mir beim RoyalTek immer um den Deckel des Batteriefachs sowie die Gummiabdeckungen für das USB-Kabel gemacht. Beides hält beim RoyalTek zwar noch sehr gut, aber sowohl der Batteriedeckel als auch die Gummiabeckung wird regelmässig verwendet. Beim pictoGEO wird das eher kein Problem sein. Zum einen bleibt der Akku im Gerät, zum anderen besitzt der USB-Anschluss keine Abdeckung. Wie sich das auf die Lebensdauer auswirkt kann ich natürlich noch nicht sagen.

pictoMIODer Speicher des pictGEO soll für 250k Wegpunkte (4 MB) reichen, der des RoyalTek für 400k bis 650k (mit/ohne Geschwindigkeit/Höhe) Wegpunkte. Der Logabstand ist anscheinend fix auf 5 Sekunden eingestellt, beim RoyalTek ist er variabel (1-60 sec) einstellbar. Die Tracks sind dadurch viel gröber und eigenen sich imho nicht so ganz für OpenStreetMap und Co., zum verfolgen eigener Tracks sowie zum Geotagging ist das aber mehr als ausreichend. Wie und ob man Einstellungen ändern kann weiß ich leider noch nicht, theoretisch sollte dies aber möglich sein.

Das Gerät wiegt incl. Akku 53g, der RoyalTek 63g (jeweils ohne Lanyard/Befestigungslasche).

Das war erstmal alles was ich zu den Geräten sagen kann, die Software ist aber auch relativ unterschiedlich. Wie der RoyalTek ist auch der pictoGEO ein “Windows-Only” Gerät, wobei es für den RoyalTek mittlerweile ein Pythonscript zum auslesen und einstellen des Gerätes gibt, man kann den RoyalTek daher problemlos unter MacOS oder Linux betreiben. Ob es so etwas auch für den pictoGEO geben wird kann man jetzt noch nicht sagen.

pictoMIODie Standardsoftware des pictoGEO (pictoMIO) unterscheidet sich sehr stark vom “Data Downloader” des RoyalTek. Der Downloader ist rein zum auslesen und einstellen des Loggers geeignet, pictoMIO ist aber viel mehr. Zum einen handelt es sich dabei um das *kostenlose* pictoMIO welches quasi ein moderner Bildbetrachter und Verwalter ist. Es verwendet für die Darstellung 3D-Effekte. Fürs Geotagging benötigt man das pictoGEO Add-On, welches pictoMIO zur Geotagging und Logging Software erweitert. Dieses Add-On kann man getrennt kaufen und funktioniert auch mit anderen Geräten, man benötigt seine Tracks lediglich im NMEA-Format.

pictoMIODer Importvorgang an sich ist recht simpel. Zuerst wird gefragt was man alles importieren möchte. Zur Auswahl stehen zum einen Bilder, zum anderen (wenn man das pictoGEO-Addon hat) GPS-Daten sowie die Tripzuordnungen. Die GPS-Daten werden dann etwa direkt aus einem PictoGEO Data Logger ausgelesen, oder aber aus einer normalen NMEA-GPS-File importiert. Wenn man den pictoGEO ausliest wird der Track direkt im Programm eingefügt, wird aber zugleich innerhalb des Userdirs nach \Documents\Pictomio\Trips\ als normale NMEA-Datei abgespeichert.pictoMIO
Diese kann man dann auf Wunsch auch mit anderen Programmen auslesen ohne die Daten exportieren zu müssen. Innerhalb eines importieren Trips können mehrere Teilrouten existieren. Neue Trips werden beim Aus- und Einschalten angelegt. Man kann später beim Import auch weitere Routen zu einem Trip hinzufügen, z.B. den kompletten Wanderurlaub als einen Trip mit vielen einzelnen Routenteilen.

pictoMIOMeine ersten Testerfahrungen sind recht positiv. Die Routen werden schnell ausgelesen und die GPS-Daten korrekt zugeordnet. Alle Bilder hatten anschließend die Koordinaten in ihren EXIF-Daten. Anschliessend kann man die Programme entweder innerhalb des Programmes betrachten. Zusätzlich bietet das Programme eine Im- und Exportfunktion zu verschiedenen Internetdiensten, zur Auswahl stehen Picasa, photobucket, facebook, flickr und ImageShack (nur Export).

Waypoints VergleichBis jetzt hatte ich leider noch keine Zeit eine Tour zu laufen um beide Geräte miteinander zu vergleichen, vorhin habe ich aber beide Geräte bei der Autofahrt in die Stadt laufen lassen. Da man hier jedoch mit einer Geschwindigkeit über 50 km/h unterwegs ist zeigt sich gleich der Nachteil des 5 Sekunden Intervalls, wobei dies eher nicht der Standardfall sein wird. Hier mal ein Bild mit beiden Tracks, der blaue Track (1 Sek Intervall) vom RoyalTek, der rote Track (5 Sek Intervall) vom pictoGEO.

Insgesamt bin ich mit dem pictoGEO recht zufrieden. Das Gerät ist schön klein und dank des Akkus ideal für kürzere Touren einsetzbar, vor allem weil man keine Ersatzbatterien mitschleppen muss. Das Geotagging mit der Software pictoMIO läuft sehr schnell und angenehm einfach. Das Gerät funktioniert auch prima in der Hemdtasche und die Koordinaten sind sehr genau. Die Software pictoMIO ist zwar an sich recht “schwergewichtig”, aber trotzdem angenehm schnell und simpel zu bedienen. Einzig beim Uhrzeitabgleich mit meiner Digitalkamera (IXUS 90) habe ich noch Probleme, da keine Sekundenanzeige vorhanden ist. Da wäre ein Uhrzeitabgleich mit Photo sehr ideal. So könnte man einfach eine Funkuhr photographieren und gleicht dann die EXIF-Zeit mit der auf dem Photo ab, schon hat man den genauen Zeitversatz. Ansonsten wäre es in Zukunft noch wünschenswert Wegpunkte im Sekundentakt loggen zu können. Fürs Geotagging reicht der 5-Sek-Takt zwar locker, für OpenStreetMaps (oder andere “genaue” Touren) wär ein Sekundentakt aber wesentlich angenehmer.

Weitere Bilder und Screenshots gibt es wie immer hier.

Weitere Informationen kann man auf http://www.pictomio.com/ finden, dort kann man sich auch sein eigenes Exemplar im Onlineshop bestellen.

KategorienGPS

GPS Datalogger

gps1Lange habe ich mich dafür interessiert, doch jetzt habe ich endlich zugeschlagen und mir einen kleinen aber feinen GPS Datalogger gekauft. Modelle scheint es am Markt ja viel zu viele zu geben, aber letztendlich wurde es der kleine Royaltek RGM 3800.

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Was mir bis jetzt sehr gut an dem Gerät gefällt:
- schön klein und handlich, passt perfekt in die Hemdtasche
- der SiRFstar III ist in wenigen Sekunden bereit und der Logger beginnt mit dem Loggen
- sehr guter Empfang, auch aus der Tasche
- Intervalle zwischen 1-60 Sekunden, genug für alle Bereiche
- Standardbatterien (Micro) die über 10 Stunden halten (bei mir aktuell schon 12 Stunden mit Panasonic XTreme Power)
- einfache Bedienung, hat quasi nur einen Schalter zum ein- und ausschalten und eine LED zur Bereitschaftsanzeige
- großer Speicher für 650k – 400k Wegpunkte, je nach Logmenge (z.B. Höhe und Geschwindigkeit zusätzlich)
- günstiger Preis um die 65 EUR

Was mir nicht so gut gefällt:
Leider fehlt eine Möglichkeit zusätzliche Wegpunkte zu speichern, aber notfalls kann man das Gerät an der Stelle ein- und ausschalten um einen Track zu trennen. Wenn man seine Bilder Geotaggen möchte fällt der Punkt imho sowieso weg, dann macht man von der Stelle einfach ein Bild. Sagt auch mehr aus als eine Notiz.
Oft wird auch das fehlende Display als Nachteil bezeichnet, wobei ich es bis jetzt gar nicht vermisse. Das LED (was etwas heller sein könnte) sagt mir 3 Zustände:
Konstant grün: Fix erreicht und er loggt
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Blinkt grün: Wartet auf GPS Fix/kein Empfang
Blinkt rot: Batterie unter 10%, unter 1% ist es aus
Blinkt orange: Logspeicher voll
Dann bleibt noch der Punkt wie man denn seine Photos am besten abgleichen kann. Da der Empfänger dank GPS eine sehr genaue Uhrzeit hat, kann man mit seiner Digitalkamera jede beliebige Funkuhr photographieren um den Zeitversatz festzustellen. Ich habe das jetzt schon ein paar mal probiert und auch aus dem Auto heraus bei rund 60 km/h ein Photo gemacht und der Punkt war dann rund 250 m vom eigentlichen Ziel entfernt. Der Logger war bei dem Zeitpunkt im Sekundentakt eingestellt.
In der Praxis wird das aber kein Problem sein, zu Fuß würde ich einen Logabstand von 10-15 Sekunden einstellen, sollte mehr als genug sein :)
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Softwaremäßig ist ein Tool zum Datendownload (proprietäres Protokoll) sowie ein Geotag-Tool (Locr) mitgeliefert. Beides leider Windows only. Für andere Betriebssysteme gibt es hier Abhilfe.

Toolmäßig kann man quasi alle möglichen Tools verwenden. Der Logger loggt direkt im NMEA Format, welches man notfalls natürlich auch konvertieren kann.
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Das Tool locr ist auch recht praktisch um eine Übersicht über seine Touren zu haben. Im Programm wird die Tour dann gleich in Google Maps als Karte oder Satbild dargestellt. Wenn man Bilder hinzufügt versucht das Programm die Bilder anhand der Zeit zu taggen und trägt die Informationen gleich als EXIF direkt in die Bilddatei ein. Auf Wunsch uploaded das Programm die Bilder auch gleich auf http://www.locr.com/, wobei ich ich Flickr verwende und dort die EXIF Information auch korrekt ausgewertet wird. Leider unterstützt Flickr kein Google Maps, dadurch bleibt mir quasi nur eine Kartenansicht in der Region hier, Sat-Bilder in brauchbarer Auflösung gibt es z.B. für Bayreuth leider nicht. Wobei auch Google meinen Wohnort Gesees konsequent ausgelassen hat, kurz vor der Ortseinfahrt enden die Bilder in guter Qualität =) Der Screenshot rechts habe ich etwas modifziert, man wohl Google Earth auf privaten Webseiten als Screenshot darstellen, aber sicher ist sicher…

Hier mal ein Beispiel einer Logdatei hier im Örtchen Gesees, war gerade dabei mich ein wenig um OpenStreetMap zu kümmern. Seltsamerweise ist die Kartendarstellung viel gröber als es Google Earth direkt anzeigt, in Wirklichkeit ist die Route richtig angenehm “fein” dargestellt.

Größere Kartenansicht

KategorienGPS