Vorhin eine Mail von Bayern 3 bezüglich meiner Anfrage zum Thema Titelinformationen bekommen.
Fehlende Titelinformationen im Stream
Bei DAB-Radios oder Radiotextfähigen Autoradios werden durchaus Informationen wie Titel-Interpret-Zeit-Radiostation-… angezeigt. Aber im Internet ist dies einfach auch nicht so relevant, da Sie ja sowieso gleichzeitig den Zugriff auf die Seiten des Senders mit allen Informationen haben.
Anscheinend denkt man wirklich, alle Hörer würden einen Browser nutzen. Dummerweise gibt es aber auch Software und Hardware zum streamen und damit sind diese Informationen einfach nicht verfügbar.
Verzögerte Anzeige auf der Webseite
Wenn ein Musiktitel vom Moderator angespielt wird, so ist es erst in diesem Moment klar, das er auch gesendet wird. Und dann wird er erst in die sichtbare Playliste eingespeist.
Laut Absender soll dies bei technischen Störungen oder Programmänderungen vor einer Falschanzeige schützen. Deshalb lieber verspätet und richtig. Andere Sender scheinen damit aber keine Probleme zu haben, gerade wenn die Informationen sogar per Stream verfügbar sind. Da die Tracks heutzutage sowieso als Audiodaten incl. Metadaten vorliegen, sollte doch gerade dieser Punkt gar keine Probleme machen.
Die meisten Radiosender bieten schon seit langer Zeit ihr Angebot auch über das Internet an. Und das ist wirklich praktisch, da man weder Ortgebunden noch auf eine spezielle Empfangstechnik (Terrestrisch, DVB-C, DVB-S, DVB-T) angewiesen ist. Daneben senden viele Sender auch Titelinformationen zur aktuellen Sendung, ein echter Mehrwert, der aber theoretisch auch bei DVB oder RDS möglich wäre. Doch genau dieses Feature scheint bei einigen Sendern bewusst zu fehlen, z.B. bei Bayern 3. Eine offizielle Begründung dazu habe ich bis heute noch nicht finden können, auch wurde keine Mail an den Bayern 3-Support beantwortet. Die Informationen sind aber auf jeden Fall vorhanden und auf 2 Seiten der Webseite zu finden. Will man vielleicht Ripping verhindern? Ok, es erschwert auf jeden Fall das Mitschneiden und das anschliessende automatische umbennen. Aber andere Sender haben damit doch auch kein Problem, z.B. Antenne Bayern, der größte Konkurrent im Freistaat.
Immerhin kann man der Squeezebox trotzdem die Anzeige der Titel beibringen. Dazu benötigt man ein kleines Plugin, welches sich im Abstand von x Sekunden die Daten von der Webseite per Regexp holt und die Infos anschliessend anzeigt. Funktioniert eigentlich prima, dummerweise hängt die Anzeige aber teilweise 1-2 Minuten hinterher, eventuell auch ein Rippingschutz? Oder nur eine technische Schwäche? Auch verursacht dieses Verfahren relativ viele zusätzliche Zugriffe auf den betreffenden Seiten, aber die sind ja eventuell gewollt.
Wer weiß, vor allem wenn keiner dazu Stellung nehmen möchte.
Durch zufälliges reinhören bei Bayern 3 kam ich die letzten Tage immer wieder in den “Genuss”, den bayrischen Starter Claudia Koreck mit dem Song “I wui dass du woasst” zu hören. Wirklich toll fand ich diesen aber leider nicht, vor allem weil ich als Franke keinen bayerischen Dialekt mag.
Heute habe ich mal aus Neugierde ein wenig nebenbei den “Bundesvision Song Contest” geschaut bzw. gehört und auch da konnte mich vor allem das Konzept der Sendung nicht überzeugen. Zum einen ist mir das Auswahlverfahren nicht wirklich verständlich. Stefan Raab scheint in seiner Show bestimmte Teilnehmer vorzustellen, wie diese ausgewählt werden ist mir leider entgangen.
Problematisch sehe ich vor allem die Zusammenstellung der Musikacts. Zum einen recht/relativ bekannte Bands/Sänger wie z.B. Peter Fox, Fräulein Wunder, Polarkreis 18 oder auch Cassandra Steen. Alle mehr oder weniger bekannt bzw. hatten schon alle bundesweit Erfolg. Im Gegensatz dann eine Liste mit teilweise völlig unbekannten Bands (zumindest für mich). Auch hat Peter Fox mit seiner Band Seeed schon einmal im Jahr 2006 den Contest gewonnen, auch die Band Chapeau Claque hat im Jahr 2007 schon zusammen mit Northern Lite daran teilgenommen und landeten zumindest auf dem 6. Platz.
Fast müsste man denken, es gäbe nicht genug Auswahl in der Musikszene. Klar, es geht wohl mehr um die Förderung der “deutschsprachigen Musik”, aber sicher auch um die Förderung eher unbekannter Nachwuchsbands bzw. Bands, die noch keinen Durchbruch hatten. Doch macht der Mix aus bekannt und unbekannt das ganze Konzept irgendwie kaputt, denn so bekommen zum Großteil die schon bekannten Bands die Punkte.
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